Rio + 10 = Johannesburg Perspektiven und Anforderungen Zukunftsfähiger Entwicklung München, 23.-25. November 2001

Ankündigung

Rio + 10 = Johannesburg Perspektiven und Anforderungen Zukunftsfähiger Entwicklung

München, 23. - 25. November 2001

Zur Einführung

Im September 2002 findet in Johannesburg der World Summit für zukunftsfähige Entwicklung statt. Der Gipfel, 10 Jahre nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung, soll die Umsetzung der Beschlüsse von Rio (insbesondere die Agenda 21) überprüfen und neue Beschlüsse entsprechend den aktuellen - z. T. radikal veränderten - Bedingungen seit 1991 fassen. Dabei ist sicher zu berücksichtigen, dass die damals vorhandene Euphorie von Rio in Enttäuschung bzw. Resignation umgeschlagen ist, daher geht es auch um Gesellschaftskritik.

Wo sind die Durchbrüche von Rio geblieben?

Wie können lokale und regionale Entwicklungen und Erfolge ausgebaut werden? Wie können personelle und regionale Gestaltungsfähigkeiten weiterentwickelt werden?

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass - trotz aller Enttäuschung über die ausgebliebene Umsetzung der Beschlüsse von Rio - das Ereignis von Johannesburg eine zentrale Bedeutung sowohl für Regierungen (hoffentlich) als auch Nichtregierungsorganisationen haben wird. Sei es als Bezugspunkt für neue Initiativen und Aktivitäten oder als Motivationsschub für begonnene Projekte.

Es bietet Anlass, die öffentliche Debatte über Hunger, Armut, Umwelt, Entwicklung zu beleben, politische Perspektiven zu artikulieren und Einfluss - national und international - auf den Verhandlungsprozess zu nehmen.

In diese Diskussion wollen wir eingreifen, vor allen Dingen, indem wir Anforderungen an den Weltgipfel formulieren. Diese sollen in die nationale, europäische und internationale Debatte eingebracht werden. So soll im Mittelpunkt eine kritische Analyse des Rio-Prozesses "10 Jahre danach" stehen und zwar unter nationalen wie internationalen Gesichtspunkten, wobei ein Schwerpunkt der Analyse auf die Rolle Europas entfallen sollte.

Analyse und Ableitungen sollten jedoch nicht auf grundlegende gesellschaftliche Veränderungen im vergangenen Jahrzehnt bezogen bleiben, sondern mit einer Strategiedebatte über unsere Anforderungen - gleichfalls unter nationalen, internationalen, insbesondere europäischen Gesichtspunkten - verknüpft und mit dem Johannesburg-Prozess verbunden werden. Die Veranstaltung - im Rahmen des allgemeinen umfassenden "Rio+10"-Review-Prozesses - soll auch ein Schritt auf dem Wege sein, Zukunftsfähigkeit zum politischen Durchbruch zu verhelfen.

Programm

In der Eröffnungsveranstaltung am Freitag Nachmittag wird ein Überblick über die letzten 10 Jahre nach Rio gegeben. Die Themen sind hier: 

Der Samstag steht unter der Überschrift "Die Herausforderungen von Rio - Ergebnisse aus dem Rio-Prozess - Anforderungen an Johannesburg". Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob es gelungen ist, "die Umweltpolitik in alle Politikbereiche (in der EU) zu integrieren". Zudem wird die Rolle der BRD im Ro-Prozess beleuchtet.

Der Nachmittag ist den Arbeitsgruppen gewidmet. Ziel der Arbeitsgruppen ist die Analyse der letzten 10 Jahre nach Rio und die Formulierung von Anforderungen an den World Summit zu folgenden inhaltlichen Schwerpunkten: 

Der Sonntag beginnt mit der Vorstellung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen. Danach stehen die Fragen "Welche Anforderungen stellen wir an Johannesburg? Welche Wege führen zu gesellschaftlichen Mehrheiten?" im Mittelpunkt. Die Themen im einzelnen sind: 

Die Veranstaltung endet mit einer Schlussdiskussion unter dem Titel "Durchsetzungsstrategien - Wie kommen wir von Visionen und Anforderungen zu einer zukunftsfähigen Realität?".

Anmeldung und Kontaktadresse:

Geschäftsstelle NaturwissenschaftlerInnen-Initiative
"Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit"
Gutenbergstrasse 31
D-44139 Dortmund
Tel.: +49 (0) 2 31 / 57 52 02
E-Mail: INES_NAT∂t-online.de
Internet: http://www.natwiss.de/