Transsektorale Forschung zum Globalen Wandel Bonn, 27. - 28. Januar 2000

Ankündigungen

Transsektorale Forschung zum Globalen Wandel

Bonn, 27. - 28. Januar 2000

Anthropogene Eingriffe in die Umwelt betreffen in ihrem Wirkungsspektrum längst nicht mehr nur die lokale oder regionale Ebene, sondern verändern die globalen Umweltbedingungen bzw. die Erde als ganzes. Globale Umweltveränderungen wiederum beeinflussen ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten. Dieses Beziehungsgeflecht bzw. die Interaktionen zwischen globalen Umweltveränderungen und ökonomisch-gesellschaftlicher Entwicklung sind Gegenstand der Forschung zum globalen Wandel. Sie stellen Wissenschaft und Forschung vor neue Herausforderungen. Disziplinäre oder sektorale Forschung kann allein diesen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden. Sie muss ergänzt und eingebunden werden in eine transsektorale bzw. transdisziplinäre Forschung, die der Komplexität der dynamischen und vielfältigen Zusammenhänge zwischen Umwelt und ökonomisch-gesellschaftlicher Entwicklung gerecht wird. Sie erfordert nicht zuletzt eine engere und verbesserte Zusammenarbeit zwischen Natur-, Ingenieur-, Sozial- und Geisteswissenschaften.

Das Nationale Komitee für Global Change Forschung fordert deshalb in seinem Eckwertepapier für eine kohärente nationale Forschungsstrategie zum globalen Wandel neben einer Stärkung und gezielten Fortführung sektoraler Global Change Forschung, insbesondere im Rahmen der internationalen Forschungsprogramme World Climate Research Programme (WCRP), International Geosphere-Biosphere Programme (IGBP), International Biodiversity Programme (DIVERSITAS) und International Human Dimensions Programme on Global Environmental Change (IHDP), die Förderung programm- bzw. sektorübergreifender Zusammenarbeit zu zentralen Problemstellungen des globalen Wandels.

Im Rahmen der Tagung sollen drei Forschungsansätze bzw. Projekte zur Diskussion gestellt werden, die versuchen, einen solchen integrativen transsektoralen Forschungsansatz umzusetzen:

Ziel der Tagung ist es, die Forschungsansätze dieser laufenden Projekte einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu präsentieren, sie kritisch zu diskutieren und die besonderen Kennzeichen solcher Forschung - Interdisziplinarität, Integrativität und Problemorientierung - zu reflektieren.

Die Veranstaltung wird vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Forschungszentrums Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Stuttgart, und der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, veranstaltet und wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen auf 150 begrenzt.

Kontakt

Sylke Wintzer
   oder
Reinhard Coenen
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Postfach 3640, 76021 Karlsruhe