Arzneimittelentwicklung zu vernachlässigten Krankheiten

Versuchsfeld für Open-Innovation-Initiativen

Abstract

Krankheiten, die fast ausschließlich in armen Ländern auftreten, werden seit Jahrzehnten in der medizinischen Forschung und Entwicklung vernachlässigt. Eine Ursache wird in der zahlungsschwachen Nachfrage gesehen. Sie kann die aufwendige kommerzialisierte Produktentwicklung nicht in ausreichendem Maße anreizen. Seit etlichen Jahren werden Wege gesucht, das systemische Problem des patentbasierten Innovationsprozesses zumindest bei armutsassoziierten Krankheiten abzumildern. Einige Akteure testen, inwiefern sich eine Grundidee der Open-Source-Softwareentwicklung – die Zusammenarbeit Freiwilliger bringt Produkte hervor, die keiner Firma allein gehören – auf die Arzneimittelentwicklung übertragen lässt. Dafür öffnen sie unterschiedliche Elemente des pharmakologischen Innovationsprozesses für eine gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung. Sie bezeichnen dies teilweise als Open Innovation. Der Artikel stellt relevante Initiativen vor. 

Veröffentlicht
15.08.2017
Ziterweise
GERLINGER, Katrin. Arzneimittelentwicklung zu vernachlässigten Krankheiten. TATuP Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis, Karlsruhe, Jg. 26, Nr. 1-2, S. 37-42, Aug. 2017. ISSN 2199-9201. Verfügbar unter: <http://tatup.de/?journal=tatup&page=article&op=view&path%5B%5D=24>. Datum des Zugriffs: 22 Nov. 2017. DOI: https://doi.org/10.14512/tatup.26.1-2.37.